Planung und Einrichtung einer kommunalen Außenstelle
Mein IHK-Abschlussprojekt zur Planung, Einrichtung und Integration einer neuen Außenstelle in eine bestehende Verwaltungsinfrastruktur
Dieses Projekt entstand im Rahmen meiner IHK-Abschlussprüfung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Ziel war die vollständige Planung, Umsetzung und Dokumentation einer sicheren IT-Infrastruktur für eine neue Außenstelle der Stadtverwaltung Bad Dürkheim. Der neue Standort sollte vollständig in die bestehende On-Premises-Infrastruktur integriert werden und den Mitarbeitenden eine sichere, zentral verwaltete Arbeitsumgebung bereitstellen. Dabei standen insbesondere Netzwerksicherheit, Standortvernetzung und eine zentrale Benutzerverwaltung im Fokus.
Zu Beginn des Projekts erfolgte eine Analyse der technischen und organisatorischen Anforderungen sowie die Planung der Netzwerk- und Systemarchitektur. Für die neue Außenstelle wurde eine Infrastruktur für insgesamt fünf Arbeitsplätze konzipiert, wobei zunächst drei Arbeitsplätze produktiv genutzt werden sollten. Auf Grundlage dieser Anforderungen entstand ein Netzwerk-, Sicherheits- und Berechtigungskonzept, das sich nahtlos in die bestehende IT-Landschaft der Stadtverwaltung integrieren ließ.
Im Rahmen der Implementierung wurde die komplette Netzwerkstruktur eingerichtet. Dazu gehörten die Installation eines Gigabit-Switches, eines Ubiquiti UniFi Access Points, mehrerer VoIP-Telefone sowie eines Multifunktionsdruckers. Die Arbeitsplatzrechner wurden mit Windows 11 Pro installiert, vollständig aktualisiert und anschließend in die bestehende Active-Directory-Domäne aufgenommen. Benutzerkonten, Gruppenrichtlinien und Netzlaufwerke konnten dadurch zentral verwaltet und automatisch bereitgestellt werden.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war die sichere Standortanbindung. Hierfür wurde eine verschlüsselte SSL-VPN-Verbindung mithilfe des FortiClients eingerichtet. Die Kommunikation zwischen Außenstelle und Rathaus erfolgte ausschließlich über diese gesicherte Verbindung. Zusätzlich wurde die vorhandene Fortinet Next-Generation Firewall genutzt, um bestehende Sicherheitsrichtlinien und Netzwerkfilter zentral zu übernehmen. Alle Clients wurden darüber hinaus mit SentinelOne ausgestattet und auf einen aktuellen Sicherheitsstand gebracht.
Die Netzwerkkonfiguration umfasste außerdem die Einrichtung von DHCP-Relay, die Vergabe statischer und dynamischer IP-Adressen sowie die Bereitstellung eines getrennten Gäste-WLANs. Netzwerkgeräte wie Access Point, Router und Drucker erhielten feste IP-Adressen, während die Arbeitsplatzrechner ihre Konfiguration automatisch über den zentralen DHCP-Server bezogen. Die Benutzer- und Rechteverwaltung erfolgte nach dem Prinzip der minimalen Rechtevergabe, um den Zugriff auf sensible Verwaltungsdaten auf das notwendige Maß zu beschränken.
Nach Abschluss der Implementierung wurden umfangreiche Funktionstests durchgeführt. Hierbei wurden unter anderem die Netzwerkkommunikation, VPN-Verbindungen, Active-Directory-Anmeldungen, Netzlaufwerke, VoIP-Telefonie sowie Druck- und Scanfunktionen überprüft. Ein während der Testphase identifiziertes Treiberproblem am Multifunktionsdrucker konnte durch die Installation des herstellerspezifischen Treibers erfolgreich behoben werden.
Verwendete Technologien
- Windows 11
- Microsoft Active Directory
- Microsoft 365 & Exchange
- FortiClient SSL-VPN
- Fortinet Next-Generation Firewall
- SentinelOne Endpoint Protection
- DHCP & DNS
- Network Attached Storage (NAS)
- Ubiquiti UniFi Access Point
- VoIP-Telefonie (PBX)
- TCP/IP und WLAN (WPA3)
- CAT6-Netzwerkverkabelung
Abschließend erfolgten die technische Abnahme durch die IT-Abteilung sowie die Erstellung einer umfassenden Projektdokumentation und einer Benutzerdokumentation für die Mitarbeitenden der Außenstelle. Das Projekt ermöglichte es mir, meine Kenntnisse in den Bereichen Systemintegration, Netzwerkadministration, IT-Sicherheit und Projektplanung praxisnah anzuwenden und bildet einen guten erfolgreichen Abschluss meiner Ausbildung.
Hinweis: Die vollständige Projektdokumentation stelle ich auf Anfrage gerne als Orientierung für Auszubildende und Interessierte zur Verfügung. Sie dient als Beispiel für den Aufbau und die Struktur einer IHK-Projektdokumentation und soll bei der Planung eigener Abschlussprojekte unterstützen.